Hä? Kein Kraftsport in Ketose?

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Caroshima

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Hallo ihr :)

Ich lese immer öfter im Inet dass man in der Ketose keinen Kraftsport machen darf. Dabei kenne ich die ketogene Ernährung erst durch Kollegen im Studio.

zB sowas:
Ketogene Diät und Krafttraining
Die wichtigste Einschränkung der Low-Carb-Diät ist, dass sie kein Krafttraining erlaubt, weil dem Körper das primäre Brennstoff für die Muskeln fehlt — Glucose (für ein vollkommenes Training sind 120-150 g Kohlenhydrate notwendig).

Der Körper kann langsame körperlichen Aktivitäten ausüben, aber sicherlich kein Training mit schweren Gewichten oder Sprinten. Denken Sie daran, dass das Training mit einem niedrigen Glukosespiegel zu Ohnmacht führen kann, was beim Training mit Gewichten tödlich sein kann.
Quelle:fitseven.de

Was haltet ihr davon?
 
Schwachfug
 
Hi,
das der Körper in der (unterschiedlich langen) Umstellungsphase die Energie ein bisschen anders zur Verfügung stellt als normal, OK -
aber tödliche Gefahr durch Training? .... naja :cool:

Die Straße überqueren bringt einen auch in Gefahr, die meisten von uns täglich.... ! :eek: :D
 
Hallo ihr :)

Ich lese immer öfter im Inet dass man in der Ketose keinen Kraftsport machen darf. Dabei kenne ich die ketogene Ernährung erst durch Kollegen im Studio.

zB sowas:
Ketogene Diät und Krafttraining
Die wichtigste Einschränkung der Low-Carb-Diät ist, dass sie kein Krafttraining erlaubt, weil dem Körper das primäre Brennstoff für die Muskeln fehlt — Glucose (für ein vollkommenes Training sind 120-150 g Kohlenhydrate notwendig).

Der Körper kann langsame körperlichen Aktivitäten ausüben, aber sicherlich kein Training mit schweren Gewichten oder Sprinten. Denken Sie daran, dass das Training mit einem niedrigen Glukosespiegel zu Ohnmacht führen kann, was beim Training mit Gewichten tödlich sein kann.
Quelle:fitseven.de

Was haltet ihr davon?

Selten so etwas bescheuertes gelesen. Ich mache seit 10 Monaten (wieder) Kraftsport, ernähre mich seitdem auch ketogen und lebe tatsächlich noch (Habe nebenbei auch noch 68 kg abgenommen ;)
 
Was haltet ihr davon?

In der Anfangsphase kann das schon stimmig sein.
Wenn ich mich mal aus der Ketose ballere und dann trainieren gehe merke ich manchmal wie ätzend alles ist und wie schlapp ich bin.
Ist ja auch kein Wunder, der Körper braucht ein paar Tage um sich umzustellen.
Da kann es dann sein das er noch auf KH-Verbrennung geeicht ist aber keine KH mehr da sind und er mit dem Fett noch nix anfangen kann weil die Ketose noch nicht läuft.

Ansonsten ist das da oben Müll. DerGlucose-Spiegel sinkt während der Ketose auch nicht ins bodenlose sonst würden ja die ganzen Diabetiker die wir hier haben umkippen.
Liest sich so als hätte da mal wieder jemand den Unterschied zwischen Ketose und Keto(azido)se nicht verstanden.
Wenn unsere Diabetiker aber sagen das sie seitdem sie ketogen leben auf ihre Medikamente weitestgehend verzichten können ........

Ich denke mal das hier war die Quelle
http://fitseven.de/abnehmen/diaten/ketogene-diat

;)

Zumal sie sich mMn selbst widersprechen denn sie schreiben auch

Funktioniert die ketogene Diät?
Erhält der Körper keine Kohlenhydrate, beginnt er, die Energie aus Fett zu verwenden, und stellt dabei den Stoffwechsel für effiziente Nutzung von Fettreserven um. Der Insulinspiegel senkt, was dem Fettgewebe hilft, FFA (freie Fettsäuren) schneller auszugeben.

Da im ketogenen Zustand der Körper Fett in die wichtigste Energiequelle umwandelt, werden die oben erwähnten FFA so schnell wie möglich verarbeitet und in Leber oder Muskeln „verbrannt“. Das Ergebnis ist eine Reduktion des Körperfetts.




Soso der Stoffwechsel stellt also um auf Fettverbrennung. Fett wird die wichtigste Energiequelle. Fett wird von den Muskeln "verbrannt" aber der Körper soll diese Energie nicht benutzen können und bei Kraftsport sterben :) Ähm, ja okay. Klingt logisch. Außerdem ist es über die Brücke schneller als zu Fuß und nachts ist es kälter aus draußen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ein Zusammenhang besteht da auf jeden Fall.

Ich bin da jetzt auch kein Profi drin aber, meiner Auffassung nach ist es so:

Der Körper benutzt bei Anstrengung in den ersten ~20 Sekunden soewieso überwiegend Phosphate (ATP/KP) zur Energiebereitstellung, welches nach der Belastung resynthisiert wird. Danach erfolgt die Gewinnung durch anaerobe Glykolyse.

Da wird dann tatsächlich schneller Zucker benötigt. Inwiefern der Körper hier auch Ketonkörper nutzt, entzieht sich meiner Kenntniss. Aber wir haben ja Glykose im Körper. Was wir nicht aufnehmen, produziert der Körper durch Neoglykogenese und durch die Bauchspeicheldrüse.

Würde auch sagen, an Krafttrainings-Tagen ist auch eine Einnahme von 50 g KH nicht schädlich

energie-anteil.png


Als 800 m Läufer ist es wahrscheinlich kritischer, als bei kurzen Belastungen im Kraftsport.
 
Nein, wir haben hier genug Läufer die ketogen ihre Langstrecken laufen.
Ketonkörper können vom Körper als ganz normale Energiequelle genutzt werden.
Viele berichten hier sogar das sie in Ketose ein Kraftsteigerung erleben.
Ich kann dazu nix sagen, ich hab vor der Ketose keinen Kraftsport gemacht und habe keinen eigenen Vergleichswert.
Ich weiß nur das wenn ich mich mal aus der Ketose werfe, Training manchmal schlicht ne Qual wird.

Die Glykose die produziert wird geht aber erstmal fürs Spatzenhirn drauf.
Das soll ja so seine 150-200g KH am Tag brauchen aber auch hier sagt man das sich das Gehirn genauso von Ketonkörpern seine Energie holen kann.
Nur ob das zu 100% so ist also das es 100% seiner Energie aus Ketonkörpern beziehen kann weiß ich nicht.
Das was ich hier manchmal gelesen habe war eher ein hoher %ualer Anteil. So 70% meine ich gelesen zu haben.

Würde auch sagen, an Krafttrainings-Tagen ist auch eine Einnahme von 50 g KH nicht schädlich

Kann sein, das machen die BB-Profis ja nicht anders. Ist nur die Frage wer von uns wirklich so intensiven Kraftsport betreibt, sich total auspowert und dann noch ne Schippe drauflegt und sich so richtig quält.
Nur weil ich ein paar Kilo Kurzhanteln für 60 Minuten am Tag durch die Gegend schubse würde ich das nicht Kraftsport nennen :) Da ist noch viel Luft nach oben bei mir und ich powere mich sicher nicht bis zum Muskelversagen aus.
Ich muss gleich mal schaun, ich meine wir haben jemanden der nimmt vor dem Training immer 50g Maltodextrin zu sich. Ich muss mal schaun wer es war, ich glaube es war @Chibby, bin mir aber nicht sicher.

Aber ich meine diese 50g KH nimmt man dann auch direkt vor dem Training, gezielt zum Training, weil man den Insulinschub haben will als Wachstumshormon und dann ballert man sich wieder leer damit es einen nicht aus der Ketose haut. Anabole Diät halt.

Vielleicht kann @LeonC36 dazu was sagen auch wenn ich *lacht* nicht alle seine Ansichten teile. Aber wir leben hier ja von der Diskussion :) und dürfen jeder andere Erfahrungen machen.
 
Nein, wir haben hier genug Läufer die ketogen ihre Langstrecken laufen.
Ketonkörper können vom Körper als ganz normale Energiequelle genutzt werden.
Ja , aber dann bist du im Aeroben Bereich, hier werden Ketone vermehrt als Energieträger genutzt, je besser man fettadaptiert ist, beim Krafttraining oder hochintensivem Training ist das wiederrum was anderes, hier schreit der Körper nach Zucker. Hierunter versteht man in erster Linie auch Krafttraining bis zum Muskelversagen, also kein umherschbsen von Hanteln ;)

Aber ich meine diese 50g KH nimmt man dann auch direkt vor dem Training, gezielt zum Training, weil man den Insulinschub haben will als Wachstumshormon und dann ballert man sich wieder leer damit es einen nicht aus der Ketose haut. Anabole Diät halt.

Ja, gezielte KH eine halbe Stunde vor dem Training, wie zB Früchte etc können effektiv sein


qqqqq.png

aus: The Ketogenic Diet: A Complete Guide for the Dieter and Practitioner (Lyle McDonald)

Demnach sind 10-15 Minuten leichter Ausdauersport mit einer niedrigen HFR nach dem Krafttraining empfehlenswert
 
Ja , aber dann bist du im Aeroben Bereich, hier werden Ketone vermehrt als Energieträger genutzt, je besser man fettadaptiert ist, beim Krafttraining oder hochintensivem Training ist das wiederrum was anderes, hier schreit der Körper nach Zucker. Hierunter versteht man in erster Linie auch Krafttraining bis zum Muskelversagen, also kein umherschbsen von Hanteln ;)


Ja und da ist dann immer die Frage wie intensiv man selbst tatsächlich trainiert.
Der Hobby-Sportler wie ich der 3-4x die Woche für ne Stunde oder zwei in der Muckibude verschwindet und nicht wie ein Wilder Gewichte stemmt wird wohl keinen Zucker benötigen.
Deswegen muss man solche Aussagen wie Kraftsport geht in Ketose nicht wohl ziemlich differenziert betrachten.
Denn keiner setzt hier nen Maßstab ab wie vielen Stunden Training und wie viel hundert Wiederholungen es wirklich mit Ketose schwierig wird.

Wir immer wird kein Maß erwähnt. Ich kann mich auch mit Mineralwasser vergiften, trotzdem steht dementsprechend nix auf der Verpackung drauf :)
 
Ist zwar OT aber: Nicht bis zum Muskelversagen trainieren ist pure Zeitverschwendung ;) Ist wie schwimmen gehen, 3 Bahnen ziehen und dann am Beckenrand quatschen.
Isolationsübungen braucht man dafür nicht. Reicht auch ein Full Body Workout. Bankdrücken, Einarmig rudern, Kreuzheben, Kniebeuge, Schultern, Situps und du hast fast alles dabei für die nächsten 2 Tage. Auch hierbei kannst du als Anfänger easy bis zum Muskelversagen gehen.
 
Zurück zum Thema. Finds relativ interessant...



Dass man kein Bodybuilding betreiben kann stimmt halt nicht. Ich mein einen gewissen wahren Kern scheint es ja zu haben, dass w leistungsdefizite erleiden kann, wenn man auf no carb gehen würde. Aber manche Halbaffen drehen es so, wie es ihnen passt und lassen sich zum pauschalen Aussagen hinreissen.

Vielleicht hat sich der Hass gegen keto auch bei vielen BB manifestiert weil erstmal der schöne Pump flöten geht.

@Caroshima

Was waren deine Beweggründe, die Ketogene Diät zu starten und nicht die Anabole?
 
Anabole Diät hat hier im Forum immer ne starke Gegenwehr :)
Da muss man schon wissen was man tut.
Es wird einfach zu oft missbraucht um Kunden zu fangen.
Ganz nach dem Motto das man 5-6 Tage ketogen lebt und es dann am Wochenende so richtig krachen lässt.
So wird es einem ja oft verkauft.
Das es aber gezieltes KH-fressen bedeutet und danach ein hammermäßig Workout voraussetzt wird öfter mal verschwiegen.
Man hofft auf den gesunden Menschenverstand der Abnehmwilligen es nach der ersten Euphorie auch am Cheatday eben nicht krachen zu lassen sondern sich nur eine Sache zu gönnen.
Mal ne kleine Pizza, nen Joghurt oder sowas und nicht gleiche die Toast und Nutellaorgie :)

Anabol wird hier auch gerne als relativ nutzlos dargestellt wenn der KF-Anteil einfach noch zu hoch ist.
Ab nem gewissen KF-Anteil hingegen wird dem ganzen teilweise auch ein positiver Nutzen eingeräumt wenn man denn gezielt isst und danach rauspowert. Mit Party am Wochenende und Saufgelage, Torte und Kuchen hat das in etwa so viel zu tun als das du mein joggen gerne ein paar Runden um den Konditor drehen darfst :) anfassen ist aber nicht *lacht*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe auch ketogen abgenommen und trotzdem (ca 40kg Abnahme) Kraft aufbauen können, habe im Bereich 10-15 whd trainiert also Muskelaufbau.

Es funktioniert also sogar während einer Diät im gewissen Rahmen Muskeln aufzubauen.

Zudem kann ich länger durchhalten im Ausdauerbereich z. B beim Rad fahren.

Inzwischen verwende ich nach dem Training aber schnell verwertbare Kohlehydrate + Whey + Bcaas, es geht mir hierbei aber nicht um ein Auffüllen der Glycogenspeicher sondern um eine Ausschüttung von Insulin.
 
Wir betreiben hier alle keinen Leistungssport.
Ist doch völlig wurscht, was auf der höchsten Leistungsebene am besten ist.
Beim Laufen spüre ich eine Steigerung, Muskelaufbau hab ich in letzter Zeit vernachlässigt. Aber das geht alles in Ketose, wer gesund ist bringt sich sicher nicht in Gefahr.
Wenn ich richtig gezielt Muskeln aufbauen will, ist TKD aber schon effektiver, zumindest schneller.
Und mit Chat Days hat das bei mir nix zu tun, kurz vor dem Training gibt es ein paar KH in Form von Traubenzucker oder sowas.
Nix Chips und Kuchen...
 
witzige Diskussion hier → da ein Bild mehr sagt
als 1000 Worte, hier ein schwächlicher Ketarier,
der keinen Kraftsport machen kann :mask:

 
Es gibt verschiedene Muskelfasertypen

Type IIB Fibers
Type IIb fast-twitch fibers, or fast glycolytic fibres (also known as Type IIx), are recruited for very short-duration high-intensity bursts of power such as maximal and near-maximal lifts and short sprints

Je höher die Belastung "spazieren gehen -> Muskeltraining" desto mehr Glykogen brauchen die Muskeln.
Wenn man immer ketomäßig trainiert, dann verschiebt das die Schwelle an der der Körper mehr Glykogen braucht.

Denke deswegen futtern viele Bodybuilder die Keto machen rund ums Training gerne KH, bzw ist es recht üblich bei reddit ketogains.
Aber die trainieren dann hart und oft und da gehts nicht mehr darum Abzunehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Caroshima

Was waren deine Beweggründe, die Ketogene Diät zu starten und nicht die Anabole?

Danke schon mal für die vielen Meinungen.
Meine Beweggründe waren, dass ich trotz Muskelaufbau nicht abnehme. Also nicht auf der Waage, is klar, sondern mein Körper sieht immer noch gleich schwammig aus wie vor den 1,5 Jahren.

Ich bin bei der Beinpresse nun bei 140kg und meine OS sehen gleich Celluliteverfressen aus wie davor.
Ich gebs zu: die Ketogene Diät (Diät klingt so nach Verzicht, ist es überhaupt nicht für mich, da ich so gerne koche) ist grad mein letzter Hoffnungsschimmer auf ne schön geformte Figur.
Das Training behalte ich ohnehin bei, es ist ein so toller Ausgleich in meinem Leben, aber das Fett sitzt so hartnäckig -.-

(Edit: ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau, doch bei einem BMI von muskulösen 23 einen KFA von 25-27% zu haben, nervt!)
 
Ich kann das gut nachvollziehen.
Hab auch keine Gewichtsprobleme, aber weniger Schwabbel über den eh gut trainierten Muskeln wäre fein. ;)

Und wir dürfen natürlich auch jammern, manchmal braucht man das. Solange wir nicht vergessen, dass die Gesundheit wichtiger ist als die Optik. Und dass wir für eine gute Gesundheit dankbar sein und sie pflegen sollten.

Grad an den Beinen sitzt das Fett bei den Damen ja hartnäckig wie sau. Reg mich auch drüber auf, obwohl durch keto echt schon einige Zentimeter weg sind. Und ich finde mein Bindegewebe ist etwas praller. Also insgesamt wirkt die Haut straffer, Cellulite ist zwar noch da, aber deutlich besser. Eigentlich stört es mich sogar überhaupt nicht mehr, wenn es so bleibt wie jetzt mit etwas weniger Volumen am Oberschenkel bin ich mehr als zufrieden.
Hotpants hab ich auch mit 10 Kilo mehr gerockt, hatte eine glückliche Fettverteilung am Arsch. :giggle:

Ich kann mir mittlerweile nicht mehr vorstellen je wieder Nudeln und Co in üblichen Mengen zu essen.
Seit ich mich "clean" ernähre ist einfach alles besser geworden.
Huch, ich bin grad aber ziemlich euphorisiert, auch eher selten. Zur Belohnung noch ein paar Mitternachtserdbeeren, weil mit Verzicht hat meine ketogen Ernährung nichts zu tun. ^^
 
Ketogene Ernährung hilft oft und ist wirklich gut, aber eben auch kein Wundermittel.
Ich mach das ja nun auch schon einige Jahre und es ist bei weitem nicht so, dass da kein Fett mehr unter der Haut sitzt.
Wie sagt Malmsheimer so schön: "Ich komme aus dem Ruhrgebiet und nirgendwo wird deutlicher, dass Strukturwandel hauptsächlich auf weiblichen Oberschenkeln stattfindet." :)
 

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