Allergene - Allergie

Dieses Thema im Forum "Ernährungs Glossar" wurde erstellt von Hansa, 20. Februar 2005.

  1. Hansa

    Hansa Neuling

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    Type: Ernährung - Allgemein

    Article Name: Allergene - Allergie
    Autor: Hansa
    Description: Allergene - Allergie

    Article text: Allergene - Allergie

    Eiweiss-Substanzen, die bei empfindlichen Personen eine Allergie (Überreaktion des Körpers) mit Bildung von Abwehrstoffen bewirken können. Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelbestandteile machen etwa 10% aller Allergene aus. Zu den häufigsten zählen Kuhmilch, Eier, Fisch und Erdnüsse.

    Was sind Allergene ?
    Unter Allergenen versteht man Fremdstoffe, die das Immunsystem zu einer Überreaktion veranlassen können. Die Strukturen und Zusammensetzungen von Allergenen sind äußerst vielfältig. Man klassifiziert Allergene meist anhand ihres Vorkommens oder ihrer

    Wirkungsweise:
    Als Kontaktallergene bezeichnet man Stoffe, die bei lokalem Kontakt mit der Haut allergische Symptome auszulösen vermögen.
    Eine allergische Wirkung nach oraler Aufnahme ist charakteristisch für viele Lebensmittel und Arzeneimittelallergene.
    Als dritte Gruppe sind die Inhalationsallergene zu nennen, denen Pollen, Pilzsporen, Tierhaare, gasförmige Stoffe und Hausstaubmilben zuzurechnen sind.
    Im Zusammenhang mit Innenräumen sind die Inhalations- und Kontaktallergene von Bedeutung (siehe Liste).

    Allergische Reaktionen
    Allergien können eine Vielzahl von klinischen Symptomen auslösen. Vielfach kommen die gesundheitlichen Symptome an den Organen zum Ausdruck, durch die die Allergene dem Körper zugänglich werden (z.B. Magen, Schleimhäute, Haut). Hausstaub und Aerosole wirken dabei häufig als Trägermedien für die unterschiedlichen Allergene.

    Inhalationsallergien äußern sich an den Nasenschleimhäuten häufig in Form einer allergischen Rhinitis oder an den Bronchialschleimhäuten als allergisches Asthma bronchiale. Die allergische Rhinitis, die im Volksmund gewöhnlich als Heuschnupfen bezeichnet wird, zeigt sich durch vermehrtes Niesen, Schnupfen und blockierte oder teilblockierte Nasenatmung. Vielfach werden diese Symptome noch begleitet von Tränenbildung sowie Augenjucken und Rötung der Augen. Das allergische Asthma bronchiale ist charakterisiert durch die Symptome Atemnot, Husten und vermehrte Schleimbildung. Die erhöhte Sekretbildung kann sekundär die bakterielle Besiedelung der Bronchien und damit Infektionen begünstigen. Eine durch allergische Reaktion verursachte Entzündung der Lunge ist die schwerste Form allergischer Beschwerden und kann zu einer massiven Schädigung des Organs führen. Neben Hustenanfällen und Atemnot treten systemische Beschwerden, wie z.B. physische Erschöpfung, Schüttelfrost, Fieber und Muskelschmerz auf.

    Das Kontaktekzem tritt lokal als allergische Reaktion der Haut nach Berührung eines Kontaktallergens auf. Es zeigt sich durch Veränderungen der Hautstruktur wie z.B. Rötung oder Schwellung.

    Je nach dem zeitlichen Auftreten der gesundheitlichen Symptome infolge einer Allergen-exposition werden verschiedene Reaktionstypen unterschieden:

    1. Sofort-Typ-Reaktion - Bei der so genannten Frühreaktion oder Sofort-Typ-Reaktion treten die Beschwerden (Asthma bronchiale, Rhinitis) gewöhnlich innerhalb von 10-15 Minuten nach Allergenexposition auf.

    2. Spät-Typ-Reaktion - Gesundheitliche Beschwerden erscheinen 4-12 Stunden nach Allergenexposition. Dieses Erscheinungsbild tritt fast ausschließlich im Bereich des Lungenparenchyms auf und wird als allergische Alveolitis (Lungenentzündung) bezeichnet.

    3. Gemischte Sofort-/Spät-Typ-Reaktion - Bei fast allen allergischen Atemwegserkrankungen kommt für die medizinische Diagnostik erschwerend hinzu, dass im Laufe der Erkrankung das Atemwegssystem auch auf nicht allergische Stimuli mit der gleichen gesundheitlichen Symptomatik reagiert und damit die Ermittlung des Allergie auslösenden Allergens erschwert bzw. unmöglich wird.

    Zur Diagnose der Allergie und ihrer Abgrenzung von anderen unspezifischen nicht-allergischen Erkrankungen sollte daher immer ein Allergietest an der Haut sowie ein Nachweis der spezifischen Antikörper im Serum geführt werden. Zur Bestätigung des Allergieverdachts können unter ärztlicher Kontrolle Provokationen mit den vermuteten Allergenen am Manifestationsorgan (Nase, Bronchien, Haut) durchgeführt werden.

    Wie erwirbt man eine Allergie ?

    Jede allergische Reaktion setzt einen früheren Kontakt des Immunsystems mit dem Allergen z.B. durch Hautkontakt oder Inhalation voraus. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Sensibilisierung. Ca. 33 % der Normalbevölkerung sind nach heutiger Schätzung bei genügender Allergenexposition als Allergie gefährdet einzustufen.

    Wissenschaftliche Studien im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (1990) weisen auf einen Zusammenhang zwischen der wachsenden Umweltverschmutzung und der Zahl der Sensibilisierungen und allergischen Erkrankungen in der Bevölkerung auf.

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