Diabetiker Typ 2 - ständig hungrig, oft müde - nach 16 Tagen Keto

Dieses Thema im Forum "Frust Ecke" wurde erstellt von bsubsu2k1, 7. Juni 2021.

  1. bsubsu2k1

    bsubsu2k1 Neuling

    Registriert seit:
    27. Mai 2021
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    Hallo,
    ich bin der Chris ( Diabetiker Typ2 ), bisher absolut Zuckersüchtig gewesen.
    Seit dem 22.05.21 versuche ich mich an der Keto Diät. Also seit gut 16 Tagen.

    Stats:
    36 Jahre
    männlich
    172 cm
    102 kilo
    Diabet Typ 2
    Schlafapnoe bestätigt ( unbehandelt. ich kann mit den CPAP Geräten nicht schlafen )

    Meine Motivation
    Ich konnte den körperlichen Verfall durch Diabetes spühren.

    Meine bisherigen Erfahrungen:
    Bei der Keto Diät habe ich schon vorher 3 oder 4 Anläufe probiert, musste aber jedesmal abbrechen aus den unterschiedlichsten Gründen. Einige waren: extreme Übelkeit, starke Schmerzen in den Gelenken, Durchhaltevermögen, starke Schlaflosigkeit. Meistens habe ich es nur ein paar Tage ausgehalten.
    Wasserfasten ( 4 Tage ) habe ich auch 2 mal gemacht gemacht ( mit vom Arzt gemessenen hohen Ketonlevel im Blut ). Bei diesen Fasten war ich auch ununterbrochen hungrig. Ich war glaube ich vor 5 Jahren bereits zufällig in der Ketose gelandet, als ich eine spartanische Low Carb Diät gemacht habe und bei einer Dienstreise nach einer längeren Essenspause von 20 Stundne plötzlich 0 Hunger hatte und das für mehrere Tage. Dieses Gefühl war berauschend. Zum ersten mal im Leben keinen Hunger.

    Der aktuelle Keto Diät Einstieg fiel mir viel einfacher. Ich erkläre mir das mit einem weichen Übergang, da ich diesmal vorher intervallfasten angefangen habe sowie auch weniger aber moderat Kohlenhydrate ( insbesondere Zucker ) verspeist habe 2 Wochen vor der Keto Diät.

    Jetzt zu meinen Problemen:
    Ich bin ständig hungrig und oft müde. Ich muss teils so um 12 uhr was essen um wach zu werden. Mein Blutzucker pendelt zwischen 110 mg und 136 mg. während dieser 16 Tage gab es nur 1 Tag an dem ich einen wirklich niedrigen Blutzucker von 89 mg hatte. Das war ein Tag an dem ich mit Absicht 20 Stunden gefastet hatte und noch ne Menge spazieren war. Das war für mich eine Premiere, so einen Nüchternblutzucker hatte ich seit 12 Jahren nicht gehabt. Ich nehme weiterhin mein Metformin, 1 x täglich 500 mg. Ich überlege sie zu erhöhen auf 2 x 500 mg, was noch immer wesentlich weniger ist als vor der Keto Diät. Ich habe in den ersten 2 Tagen 2 Kilo abgenommen, wobei ich davon ausgehe dass dies Wasser war. Seit dem bewegt sich meine Waage überhaupt nicht.

    Ich habe wie so viele diese ungenauen Keto Stix benutzt, die eine Farbe anzeigen, die den letzten 2 Feldern entspricht, einen Wert zwischen 0,8 und 1,6. Diese Farben wurden ab dem 3. Tag täglich erreicht. Hab auch mal einen negativ Test mit Wasser sowie einen Doppeltest mit Urin gemacht nur um sicher zu gehen.

    Am Anfang habe ich nach Lust und Laune gegessen ( stets ketogen), nach dem Motto, Fett Anpassung zuerst, intervallfasten später und andere Anpassungen später sobald der Hunger kleiner geworden ist.

    Hunger und Leistungsfähigkeit:
    Nach 1 Woche war ich weiterhin sehr hungrig also fing ich an meine Macros zu tracken. Das hab ich dann 4 Tage gemacht. Ich landete auf circa ~2200 kcal, 70-80% fett ( je nach Tag ) und 15- 20 % Protein und meist ziemlich genau auf 5 % Carbs. Ich versuchte weiterhin erst um 12 Uhr Mittags zu essen, sowie das letzte mal zwischen 18 und 20 Uhr. Der Hunger blieb weiterhin. Nach 4 Tagen hörte ich auf zu tracken, weil es mir zu umständlich war. Ich glaube dass ich aktuell die 2200 Kcal überschreite.

    Das Weglassen von Snacks in dem 8 Stunden Essenszeitraum, sowie den Essenszeitraum festeinzuhalten fallen mir aufgrund des großen Hungers schwer. In dem 8 Stunden Zeitfenster verbleibe ich in ca. 80 % der Tage.
    Eine geistige Klarheit verspüre ich nur manchmal. Meist wenn ich gar nix essen oder in Kombination mit Sport.
    Ich fühle mich beim Sport sehr schwach - keine Kraft in den Beinen. Darum gehe ich aktuell nur schnell spazieren ( ~ 1 stunde ).

    Hoffnungen:
    Ich würde gern den Zustand erreichen den ich auf der Dienstreise hatte, wo der Hunger weg war. Aber aktuell verstehe ich nicht was schief läuft. Ist vllt. meine Insulinresistenz so schlimm geworden, dass sein Einfluss gewachsen ist und es meine Ketosis behindert? Mache ich diätische Fehler ? Muss ich noch strenger vorgehen? Genau so wichtig wäre es mir abzunehmen um meine Schlafapnoe zu vermindern oder ganz zu revidieren, um endlich mal ein mal erholsam durchzuschlafen.

    Dinge die ich variiere beim Essen:
    Bacon 100 gr
    4 Eier
    Zucchini
    Auberginen
    Rosenkohl
    Steak
    Hühnchenkeulen
    unterschiedliche Arten von Fleisch ( selbst gemacht ohne Zucker oder Carb Beigabe )
    Käse
    Weichkäse
    Sahne + Mascarpone + 0 kalorischen Süßungsmittel ( falls ich Lust auf was süßes kriege )
    von Zeit zu Zeit, 50 gr Erdbeeren ( falls ich Lust auf was süßes kriege )
    sporadisch mal ein bischen MCT öl
    Fette Wurst
    Brokkoli
    Gurken
    Sauergurken ( selbst gemacht ohne Zucker )
    Tomaten
    Spargel
    Champignons
    Olivenöl ( jegliches Gemüse wird darin gebraten oder übergossen )
    Sonnenblumenöl ( für Fleisch )

    Viele Grüße
     
  2. Toddy

    Marianne Stamm-Mitglied

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  3. Linea

    Linea Stamm Mitglied

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    Hallo @bsubsu2k1 schön, das du zu uns gefunden hast :)

    Das mit dem Hunger am Anfang kenne ich auch, gerade in den ersten 14 Tagen hätte ich ganze Rinderherden essen können. Der Msgen war gespannt voll, aber ich hatte HUNGER!!!
    Nach ca 3 Wochen hat sich das gelegt. Der Hunger war wieder normal.
    Die Schlaflosigkeit war bei mir auch so, ebenso, wie die Fehlende Leistung und ein Lahmes Hirn. Das gehört zur Umstellung dazu, jeder hat das anders "stark"

    Am Anfang habe ich nicht darauf geachtet, ob ich genug % Fett oder EW hatte, ich habe einfach nur die Kh reduziert und micht mit EW reichem satt gegessen. Ab da worde der Hunger auch besser. Mich macht Fett zum Beispiel 0 satt.
    Versuche du auch mal, mehr EW zu essen. Wichtig ist, das du erstmal Satt wirst.
    Bis dein BZ wieder normal ist dauert es ein wenig, das geht leider nicht von heute auf morgen.

    Ich drück dir die Daumen :)
     
  4. bsubsu2k1

    bsubsu2k1 Neuling

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    Hallo, Danke für die aufmunternden Worte. Ich werde es weiterhin versuchen und hoffe dass spätestens nach der 4. Woche sich mein Hunger gebessert hat.
    Und ich glaube ich werde tatsächlich die Eiweißzufuhr etwas hochschrauben.

    Dankeschön
     
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  5. Ms.SpeckiChan

    Ms.SpeckiChan Stamm Mitglied

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    Erstmal Hallo & Willkommen :)
    Hatte zu Beginn ähnliche Probleme...
    Trinkst du genug Wasser?
    Fettfasten
    hat mir sehr geholfen, den BZ und auch den Hunger in den Griff zu bekommen.
    Viel Erfolg
     
  6. Bestseller

    Bestseller

  7. PerditaX

    PerditaX Bibliothekarin Moderator

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  8. siebzehnzwanzig

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    Wirst du eigentlich ärztlich begleitet? Ich frag jetzt hauptsächlich wegen des Metformins. Wie lange nimmst du das eigentlich schon?
    Hab ich es richtig verstanden, dass du bisher nicht insulinpflichtig bist?

    Ich würde dir wegen des Hungers auch raten, das Gemüse erstmal ganz zu streichen (keine Sorge, du bekommst in ein paar Tagen definitiv keine Hypovitaminose!) und mit dem Verhältnis von Fett zu Protein etwas zu spielen. Mich persönlich sättigt Käse am besten. Wenn ich nach einer eigentlich ausreichenden Mahlzeit noch APpetit oder leichten Hunger verspüre, reichen 30 g Käse und ich bin satt und zufrieden für viele Stunden.
    Anderen bringt dasselbe Lebensmittel nichts, dafür ist dann aber Quark sättigend.
    Körper sind nicht alle gleich. Das ist ok. Du musst ein Gefühl dafür entwickeln, was bei dir gut funktioniert.
     
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  10. Chris05

    Chris05 Stamm Mitglied

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    Moin, wie sieht es bei dir mit Vitamine D aus?
    Hast du mal deinen Wert bestimmen lassen.
    Müde und leistungsschwach kann auch damit zusammen hängen.
     
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  11. bsubsu2k1

    bsubsu2k1 Neuling

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    Hallo,
    heute ist Tag 22. Weiterhin hungrig.
    vorhin als ich seeeeehr müde war habe ich meinen blutzucker bestimmt : 115 mg

    - Ich trinke genug 2-3 Liter.
    - Fettfasten kannte ich bisher noch nicht.
    - Meine Infos über Keto Diät hatte ich von unterschiedlichen quellen zb:
    DietDoctor, Youtube channels: dr berg, Thomas DeLauer, Dr, Sten Ekberg
    - Auf die Idee das Gemüse wegzulassen, kam ich bisher noch nicht. ich habe Quark vor 1 Woche in die Ernährung eingeführt
    mit der Hoffnung einer erhöhten/längeren Sättigung. Leider Ohne Erfolg.
    Wie isst man 70 % fett und 20 % Protein ohne Gemüse? Carnivore? Nur Fleisch, Käse und Eier sowie Öl ?
    Ich glaube mich daran zu erinnern, dass als ich damals in die Ketose aus versehen reingerutscht bin, wesentlich weniger Gemüse gegessen habe als heute.
    - Vitamin D Spiegel habe ich noch nie testen lassen.
    ich nehme jeden Tag 3000 Einheiten Vitamin D.
    sowie ein Vitamin B komplex
    und auch Magnesium+ Kalium 400 mg
    - ich werde in der Keto diät nicht ärztlich betreut. das Metformin nehme ich schon sehr lange. ca. 10 Jahre
    - trotz dem niedrigen Blutzucker bin ich nach den Mahlzeiten müde
    - auf einen Blutzucker von ~ 90 komme ich nur mit einer Fastendauer von 18 - 20 Stunden + 1 Stunde schnell gehen.

    Meine eigenen Vermutungen zu meinem Hunger und der Müdigkeit:
    - ich komme nicht tief genug in die Ketose durch meine Insulinresistenz oder durch meine Schlafapnoe ?
    - ich bin müde wegen : erhöhter Insulinspiegel? Schlafapnoe bedingt? Post Covid Fatigue Syndrom ?
    allerdings war ich schon vor der Ketodiät müde aufgrund meines hohen Blutzuckers.

    Heute muss ich sagen es schlaucht mich sehr. ich bin heute auf Grund der Schwäche und des Hungers in Versuchung aufzuhören.
    Auch wenn mein Blutzucker wirklich viel besser ist als vorher, fühle ich mich demotiviert und leistungsschwach.
     
  12. Sorah

    Sorah <<Kontrollfreak>> Moderator

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    gutes Mindset und zuträgliche Entscheidungen treffen
    Hast du auch mal den Blutdruck gecheckt?
    Vielleicht ist er zu niedrig.

    Damit hatte ich zu Beginn einer ketogenen Phase Schwierigkeiten.
    Mir hat Bewegung gut getan. Also den Puls wirklich mal ankurbeln.
    Ich hatte mich zwar überhaupt nicht motiviert dazu gefühlt, jedoch ging es mir hinterher besser.

    Die Wirkung hält dann zwar nicht dauerhaft an, aber sobald ich wieder was gemacht habe, wurde es auch besser.
    Irgendwann war die Symptomatik verschwunden und mein Befinden war wieder konstant gut.
     
  13. siebzehnzwanzig

    siebzehnzwanzig Aktives Mitglied

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    Ganz ehrlich?
    ich wäre eher irritiert, wenn du NICHT müde wärst.
    Dein Metabolismus ist ja schon ganz schön belastet, du hast ja schon länger Diabetes.
    Ich würde da erst Recht sagen, dran bleiben, viel spazieren gehen/bewegen, viel ausprobieren. Gibt ja auch hier im Forum genug Rezepte für Fettfasten, Eierfasten usw.
    Das kann man alles ausprobieren, wie es sich auswirkt.
    Metformin verändert meines Wissens die Insulinsensitivität, ketogene Diäten wurden quasi für Pat mit Hyperinsulinämie und Insulinresistenz designt. Es ist eigentlich naheliegend, dass es bei dir anders läuft.
    (Ist aber nicht mein Fachgebiet, ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.)

    Ich würde dir raten, dran zu bleiben und deinen hba1c bald mal checken zu lassen, außerdem mal internistische/diabetologische Abklärung, ob Metformin so passt oder umgestellt werden muss. Der aktuelle bz Wert ist zwar ganz gut zu wissen, aber ans eingemachte geht's eben erst beim Langzeitwert, das ist aussagekräftiger.

    Und bitte nicht auf eigene Faust Medikation ändern, das kann echt nach hinten los gehen.
     
  14. siebzehnzwanzig

    siebzehnzwanzig Aktives Mitglied

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    Ich schau morgen mal durch pubmed, lancet und Ärzteblatt, vielleicht find ich ein bisschen was zum Thema. Werde dann ggf hier Posten, kann aber eben auch sein, ich finde nix dazu. ketogene Diäten werden in der Forschung echt schlimm stiefmütterlich behandelt.
     
  15. Düsentrieb

    Düsentrieb Stamm Mitglied

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    Keto
    leider verwenden dann auch noch viele, wenn nicht die meisten, Studien zur ketogenen oder LowCarb Ernährung eine gar eigenartige Definition eines tiefen Kohlenhydratkonsums oder/und behandeln einen lächerlich kurzen Zeitraum.

    Schneller zu einem brauchbaren Resultat kommt man daher am ehesten, wenn man bei Dietdoctor.com und ähnlichen Seiten nachschaut.
     
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  16. Linea

    Linea Stamm Mitglied

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    Keto <20g KH
    Ich würde mal vorschlagen, das du einfach mal für ein paar Tage aufschreibst, was du über den Tag isst und trinkst, vielleicht fällt uns da ja was auf.
    Zum Thema Diabetes kann ich dir nichts sagen, da ich davon nicht betroffen bin.
    Die meisten Leute definieren Keto alle etwas anders, einige ertränken Gemüse in Öl, andere essen sich mit Hack oder Bauch satt. Einige geben bis 50g KH an, abdere 10-20g, jeder reagiert da etwas anders.
     
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  17. bsubsu2k1

    bsubsu2k1 Neuling

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    Aus der Tracking app von vor 2 Wochen


    Tag A
    2180 kcal,
    24 g carbs = 6 %
    81 g protein = 14 %
    195 g fett = 80 %
    10 ml MCT Öl
    10 gr Chiasamen
    50 gr Erdbeeren
    100 gr Schlagsahne
    100 gr Mascarpone
    110 gr schweine rippchen
    26 gr olivenöl
    20 gr sonnenbulmenöl
    60 gr hackfleisch gemischt
    50 gr grüne bohnen ( gekocht )
    100 gr brokkoli ( gekocht )
    50 gr rote paprika
    100 gr Wurst
    200 g Zucchini
    40 gr Bacon

    Tag B
    2161 kcal
    23 g carbs = 5%
    68 g protein = 12%
    200 g fett = 83 %

    200 gr aubergine
    200 gr brokkoli
    67 gr oliven öl
    20 gr zwiebel
    200 gr champignon
    15 gr sonnenblumenöl
    300 gr Steak
    100gr Mascarpone
    90g Schlagsahne

    Tag C
    2055 kcal
    25 gr carbs 4 %
    91 gr protein 20 %
    175 gr fett = 79 %

    Mct ÖL 15 ml
    Mascarpone 90 gr
    Schlagsahne 100 gr
    100 gr champignons
    125 gr grüne bohnen ( gekocht )
    35 ml Olivneöl
    300 gr zucchini
    7 gr sonnenblumenöl
    150 gr Steak
    54 gr tomate
    20gr radieschen
    40gr paprika
    65 gr mozarella
    110 gr Lachs

    Heute bisher
    100 gr Bacon
    15 gr sonnenblumenöl
    4 mittlere eier
    50 gr hüttenkäse
    10 gr paprika
    50 gr salatgurke
     
  18. siebzehnzwanzig

    siebzehnzwanzig Aktives Mitglied

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    Ich würde mit geringerer KH Menge experimentieren. über 20g sind als Einstieg schon eher viel, für mich wär's sogar komplett ZU viel. Das kann bei dir natürlich anders sein. Außerdem gibt es einen Faktor, den viele unterschätzen - die Angaben für Gemüse und Milchprodukte sind nur Durchschnittswerte. So was ist ja nicht komplett steuerbar. Heißt, es kann einfach sein, dass deine Berechnung von Natur aus um einige Prozente abweicht.

    Es ist viel auch einfach "Trial and Error", ich will jetzt nicht behaupten, das sei auf jeden Fall der Lösungsweg. Es ist einfach nur EIN Aspekt, den du austesten kannst. Wenn du willst.
    Wie verteilst du dein Essen denn über den Tag? Isst du selten große Mahlzeiten oder viele kleine?

    Und, ich hab's gerade nicht im Kopf, wie sieht's aus mit Bewegung bei dir?
    Ein Schwank aus der Evolution des Menschen: Wenn du dich viel bewegst und nicht allzuviel isst, glaubt dein Körper fest daran, dass du gerade auf Nahrungssuche gehst und mobilisiert daher Fettreserven. Offenbar ist keine Nahrung in der Nähe, sonst würdest du ja nicht soviel herumlaufen! Wenn herumlaufen wichtig ist zum Überleben, dann setzt der Körper gern Fettreserven frei. Es muss echt kein Sport sein, kontinuierliche Bewegung ist voll ok.

    Ok, in Wirklichkeit denkt der Körper rein gar nichts, das ist einfach nur hormonell vermittelt. Aber hat sich eben in der Evolution bewährt und ist daher konserviert. Verhungernde Tiere oder stark anorektische Menschen sind daher kurz vorm Verhungern noch krass agitiert und können kaum still sitzen, das ist der verzweifelte Versuch des vom Tode bedrohten Körpers, sich auf die Suche nach Nahrung begeben zu können.
     
  19. Linea

    Linea Stamm Mitglied

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    Wechselst du immer zwischen den Tagen oder laufen die anderen einfach nur ähnlich?

    Bei dem Plan würde ich auch nicht satt werden, nicht wegen den Kalorien, eher wegen fehlendem EW.
    Mich macht Fett nicht satt, und unter 100g EW geht bei mir auch nicht.
    Am Anfang ist das verhältnis von Fett zu EW nicht so wichtig, erst wenn nichts meghr klappt beim Abnehmen kan man mal ein Auge drauf werfen. Wichtig ist, das die KH unten sind.
     
  20. bsubsu2k1

    bsubsu2k1 Neuling

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    Hallo, danke für die vielen Antworten und Denkanstöße.

    Hier ein paar Antworten:
    Mein Blutdruck ist in den Müdigkeitsperioden nicht verringert.

    Ich gehe mindestens jeden 2. Tag 1 stunde schnell spazieren ( mindestens 5 km/h schnell ).
    Ich versuche jeden 3. Tag ein bisschen Kraftsport zu machen ( ca 30 Minuten ).
    Ansonsten sitze ich extrem viel. bin im home office.
    1 Mal täglich geh ich mit dem Hund raus für 30 Minuten. Das restliche Gassi gehen übernimmt meine Frau.

    Die Tage wechseln, ich probiere mich an unterschiedlichen Lebensmittelkombinationen aus. Ich glaube ich sollte die Sahne weglassen.

    Weitere Gedanken:
    Im Internet habe ich öfters gelesen, dass es empfohlen wird bei einer Insulinresistenz seine Carbs auf 10 gr pro Tag zu limitieren, wenn man nicht in die Ketose kommt.
    Ich frage mich wie soll das gehen :D . Im Grunde hat doch alles außer Fleisch und pures Fett/ÖL Kohlenhydrate. Und wenn ich zu viel Eiweiß esse,
    wird dieser auch zu Glucose verstoffwechselt. Ok, wie Linea gesagt hat ist das Eiweiß - Fett Verhältnis am Anfang vllt. nicht so wichtig. Trotzdem frage ich mich
    wie schafft man es in 2-3 Mahlzeiten 191 gr Fett, 110 gr Eiweiß und nur 9-10 gr Carbs zu vertilgen ohne Pures Öl zu trinken oder kräftig in die Butter rein zu beißen

    Wenn ich 200 gr Zucchini brate komme ich bereits auf 5 gr Kohlenhydrate.
    Und keine Ahnung wieviel öl das gebratene Gemüse wirklich aufgenommen hat.
    Aus Spaß habe ich 2 Zucchini Scheiben unabhängig von einander gebraten ( jeweils 20 gr schwer ).
    1 mal mit Fett um zu sehen ob das Gewicht sich nach oben bewegt, nach dem Motto, Fett wird aufgenommen.
    Die Zucchini schwamm im Fett.
    1 mal ohne Fett um zu sehen wie viel Gewicht verloren geht zB durch Wasserverlust.
    Das Ergebnis, beide Scheiben wogen hinterher 5 gr weniger. Irritierendes Ergebnis.

    Berechnungen:
    Mein Grundumsatz 2080
    Mein Leistungsumsatz circa 2500
    angepeiltes Kalorienziel 2200 Kcal

    Bei den 2200 Kcal wäre die Macro Verteilung ungefähr so:
    Carbs 5 % = 110 kcal = 27 gr
    Protein 20 % = 440 kcal = 110 gr
    Fett 75 % = 1650 kcal = 183 gr

    Wenn ich unter 20 gr carbs bleiben will, wäre die Macro Verteilung so:

    Carbs 3,5 % = 80 kcal = 20 gr
    Protein 20 % = 440 kcal = 110 gr
    Fett 76,5 % = 1683 kcal = 187 gr

    Wenn ich unter 10 gr carbs bleiben will, .... :
    Carbs 1,8 % = 40 kcal = 10 gr
    Protein 20 % = 440 kcal = 110 gr
    Fett 78,2 % = 1720 kcal = 191 gr

    Viele Grüße
     
  21. siebzehnzwanzig

    siebzehnzwanzig Aktives Mitglied

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    Kraftsport bringt nicht so sehr was, weil man während des Trainings mehr verbrennt, sondern weil Muskulatur langfristig den Verbrauch erhöht. Klingt jedenfalls gut!

    Um reinzukommen ist es zumindest bei Atkins so, dass man erstmal auch kaum Gemüse isst. Der letzte Satz ist nämlich der Kernpunkt - du kämst auf die genannten niedrigen KH Werte, wenn du das Gemüse mal ein paar Tage einfach weglässt. Ich rede hier von vll fünf Tagen, da bekommst du keine Hypovitaminose. Und dann schrittweise steigern. Kann gut sein, deine Ernährung passt so für dich, aber erst nach einer sinnvollen und noch restriktiveren Einleitungsphase.
    Insgesamt ist das Ding schon so, dass man sich an Fleisch/Käse/usw. satt isst. Und Gemüse ist ein nettes Add On, aber nicht das, womit du dir den Magen vollschaufeln sollst. Sättigung wird nicht NUR über Magenfüllung vermittelt.

    Bei Ketose ist es eigentlich nicht relevant, welchen Prozentsatz an KH du gegessen hast, da geht's tatsächlich um die absoluten Werte. Also wenn du grob geschätzt 110g Protein und 180 bis 200 g Fett ist, ist es egal, wieviel Prozent die 5, 10 oder 20 g KH am Tag ausmachen. Es geht um den absoluten Wert, nicht um die Relation.

    Der kritischen Kohlehydratschwelle nähert man sich idealerweise von unten. Deswegen geht man am Anfang so restriktiv rein.
    "kein Gemüse" mag erstmal absurd klingen, aber es geht ja nicht um lange Zeiträume. Ketose ist eine Stoffwechsellage, da geht's um mehr als lustig gefärbte Piesel-Tests.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2021
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  22. Linea

    Linea Stamm Mitglied

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    Für deinen Körper ist EW ein Baustein, solange du noch KH oder Fett hast wird dein Körper nicht freiwillig EW verbrennen. Wenn du keine KH im Essen hast greift der Körper auf Ketone zurück, das kannst du nicht durch EW verhindern.
    Der Körper wäre ja schön blöd, wenn er so leicht EW "verschwenden" würde, wo doch genug Energiereserven da sind.
    Die meisten haben bei 70+80% der Kilokalorien aus Fett die schnellste Abnahme, daher kommt auch die Empfehlung, aber was bringt dir das, wenn du nicht satt wirst? Hunger schieben frustriert und man gibt schneller auf.

    Iss dich am Anfang an Fleisch und Eiern sarr, greife beim Fleisch zu den Fettigen Stücken (Bauch, Nacken) und mach dir kein schlechtes Gewissen, wenn kein Gemüse auf dem Teller ist. Ich habe das erste halbe Jahr kein Gemüse gegessen und meine Blutwerte waren dennoch top :D
     
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  23. siebzehnzwanzig

    siebzehnzwanzig Aktives Mitglied

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    Zum Gemüse noch ein Hinweis:

    für diese "fünf Portionen am Tag" Empfehlung habe ich absolut keine Grundlage finden können.
    Ich habe keinerlei Hinweise darauf entdeckt, dass ein kurzer oder mittlerer Zeitraum ohne Grünzeug irgendwie schädlich sein könnte.
    Und auch keinen darauf, dass es fünf Portionen sein müssen und nicht eine. oder acht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2021
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