drei Monate low-carb und ein aktueller Freudensprung.

Dieses Thema im Forum "Erfahrungen" wurde erstellt von nada, 27. März 2006.

  1. nada

    nada Neuling

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    Ich bin zwar schon etwas länger als Mitglied zugegen, nun aber, wo ich nach einem Besuch beim Hausarztes erstmals ob der dortigen Nachrichten beglückt bin, möchte ich einen Gruß ins Forum schicken und ein stückweit der momentan in mir brodelnden Euphorie hier ins Forum schwappen lassen.

    Vor ungefähr fünf, sechs Jahren wurden bei mir erhöhte Blutfettwerte festgestellt. Trotz entsprechender Medikation und Ernährungsumstellung, davon die letzten zwei Jahre ausschließlich vegetarische Ernährung, änderte sich nur wenig (LDL bis 250 mg/dl, HDL stets unter 40 mg/dl, Triglyceride immer über 200 mg/dl). Auch mein latentes Übergewicht zeigte sich nur wenig beeindruckt von dieser Änderung der Ernährungsgewohnheiten (2003: 118 kg, 2005: 112 kg).

    - Heute nun bin ich heftigst überrascht worden: erstmals "normale" Werte (HDL 63 mg/dl, LDL 150 mg/dl, Triglyceride 90 mg/dl)... und das, nachdem ich vor drei Monaten meine Ernährung aus Frustration ob der konstant hohen Blutfettwerte weg vom rein vegetarischen hin zu einer - keine Ahnung, keinesfalls Atkins-Diät, aber irgendeine Art low-carb-Diät mit erheblichen Gesundheitsfimmel-Zugaben - nennen wir sie mal Grönland-Diät (bestimmt schon vergeben...) geändert habe.

    Nun bin ich mir der Tatsache bewußt, dass eine einmalige Messung nichts sagt (über die Messfehler der Bestimmung von Blutfettwerten schweigen wir uns mal lieber aus), einen kausalen Zusammenhang mag ich somit nicht zwangsläufig für belegt halten - trotzdem ist mir heute recht glücklich zumut & ich mag (und muss ;)) das mitteilen. Während sich der nüchtern-rationale Teil in mir noch vornehm zurückhält, schwelgt meine schwärmerisch-irrationale Gefühlswelt schon im siebten Himmel des Blutfettwert-Tiefstands. Denn nachdem mir jahrelanges Siechtum ;) wg. familiärer Hypocholesterinämie weisgesagt wurde (oder sagen wir mal: ich es mir weissagte), geht mir langsam ein Licht auf, dass es sich vielleicht auch um jahrelange familiäre Fehlernährung handeln könnte (obwohl ich die letzten zwei Jahre vegetarischer Ernährung nur ungern darunter subsummiere) ...

    Wie dem auch sei, im September gibt es die nächste Kontrollmessung. Bis dato werde ich die momentanen Ernährungsgewohnheiten ohne große Änderungen beibehalten (und das mir als Süßfrühstücker :(), auch wenn ich die Kalorienzufuhr irgendwann ab Mai deutlich erhöhen muss (siehe meine Massebilanz; ich möchte ja nicht als Hungerhaken durch die Landschaft geweht werden ;)) - und wenn dann alles noch bestens ist, werd' ich an meiner low-carb-ernährung nix mehr groß verändern.

    lg nada.

    ein besonderes dankeschön-post-scriptum: auch wenn ich heute über eine simple Messung echt glücklich bin, die ich vermeintlichen und tatsächlichen Fortschritten der Medizin/Chemie/Biochemie/trallalla zu verdanken habe, möchte ich mich bei den Cholesterin-Hetzern für die letzten fünf Jahre Horror und Panik bedanken. Diese Spezialisten wissen nicht, was sie im Menschen ausslösen können mit ihren Statistik-Spielereien. Da werden langhin irgendwelche Korrelationen hergestellt, aber über tatsächliche Kausalzusammenhänge kann man nichts aussagen (tut es aber trotzdem). Vielen Dank für diese Jahre seelischen Drucks und des permanenten Gefühls, krank zu sein und/oder zu werden, der mindestens genau so krank macht, wie es überhöhte Blutfettwerte, wo immer die individuellen Grenzwerte dafür liegen mögen, auch machen. Auf was für ein selten blödes Spiel man sich dabei einläßt, merkt man erst, wenn für gewisse Momente die Fesseln abfallen, die als gutgemeinte Ratschläge ankommen, bei Hypochondern wie mir auf äußerst fruchtbaren Boden fallen und dann neurotische Blüten treiben. Sicher verdanke ich diesen Leuten eine positive Lebensumstellung, aber auch fünf Jahre einer negativen Lebenseinstellung. Anyway, genug gefaselt: die Sonne scheint & es wird endlich Frühling.
     
  2. Toddy

    Marianne Stamm-Mitglied

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  3. Dallas

    Dallas Motivationsvorturnerin Moderator

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    Herzlichen Glückwunsch, nicht nur eine enorme Abnahme, sondern auch noch gesünder! Ich gebe die Hoffnung nicht auf, das sich unsere Erkenntnisse mal allgemein durchsetzen werden.

    Wie genau sieht denn deine momentane Ernährung aus?
     
  4. Kris

    Kris Grafik-Mod Moderator

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    hach das finde ich doch nett geschrieben

    Herzlichen Glückwunsch

    LG
    kris
     
  5. kidimisa

    kidimisa Hausmeisterin Moderator

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    Ein toller Bericht nada!!!!!
    Mich würde jetzt natürlich auch brennend interessieren wie
    so eine Grönland-Diät aussieht!
    Fetter Fisch, Sushi, Walfleisch und viel Eiswasser???
    Aber Robben doch nicht...? Und Pinguine??->(Grönland? hm?)
     
  6. Bestseller

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  7. Stef

    Stef Aktives Mitglied

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    Klasse Bericht nada,
    und Gratulation zur Ernährungsumstellung,der Gewichtsabnahme und den tolle
    Werten!
    Wie die Grönland Diät aussieht wüßte ich auch gerne!
     
  8. Kraft_zwerg

    Kraft_zwerg Mitglied

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    Auch von mir HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
    Meine Mama wird z.Z. genau so gequält, wie man es mit dir jahrelang gemacht hat, werde wohl deinen Text kopieren, ausdrucken und ihr zeigen müssen.... darf ich?
     
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  10. PerditaX

    PerditaX Bibliothekarin Moderator

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    :huhu: Nada!!

    Herzlich willkommen. Das ist ja ein super Bericht, bei dem mir das Lachen zwischendurch leider immerwieder im Hals steckenblieb. Deinen Groll kann ich gut nachvollziehen. :-(
    Von wegen Süßfrühstücker kannst du dich mal in der Rezepteecke umsehen.
    Bin auch gespannt auf Details deiner Grönlanddiät.

    Liebe Grüße
    Perdita
     
  11. kritzel

    kritzel Aktives Mitglied

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    Hallo Nada,

    Du hast wirklich einen tollen Erfolg zu verbuchen, herzlichen Glückwunsch auch von mir. Weiterhin alles Gute.

    LG Christel
     
  12. bullibine

    bullibine Mitglied

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    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch.
    Die "Selbstversuche" sind doch meistens noch das beste, hab ich ja auch so gemacht. Wenn es mit normalen Mitteln nicht geht, dann probiere ich halt die abnormalen mal aus. Und es funktioniert.

    Mach weiter, es kann nur noch besser werden!!!
     
  13. nada

    nada Neuling

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    Danke, danke für die warmen Worte. Das Interesse an meiner selbstgezimmerten low-carb-Diät wird vielleicht erlahmen, wenn man sie näher kennt. Vielleicht auch nicht - Fischhasser werden sie zumindest ganz sicher nicht mögen. Bliebe hinzuzufügen, dass ich dieses "Konzept" für mich "entwickelt" habe und es lediglich ein Experiment darstellt, welches ich weder empfehlen kann noch zu welchem ich belegen kann, dass es generell "funktioniert" und keine Risiken birgt.

    Der ganze Spaß fing zu Weihnachten des letzten Jahres an. Ein paar Tage zuvor hatte ich pünktlich zum Fest die Ergebnisse des letzten großen Blutbildes überreicht bekommen und saß nun, während der Rest der Familie sich über Gänse, fetten Kohl, dicke Saucen, Spezereien, Stollen usw. hermachte, vor meinem Stück Tofu, lecker zubereitet, aber halt Tofu, dazu das übliche Gemüse, alles schön salzarm und vollwertig, dass jedem Ökotrophologen das Herze hoppelt - und fragte mich, warum um alles in der Welt ich mir DAS antue, wenn sich doch nichts ändert. Also klemmte ich mich in meinem Institut hinter den Computer und machte mich mal an eine Literaturrecherche, was denn die Herren Mediziner und Biochemiker so sagen. Letztlich war das Ergebniss, wie es sich mir darstellte, ziemlich einfach; hier die Quintessenz:

    Vegetarische Ernährung gut und schön, die daraus resultierenden Verhältnisse verschiedener Fettsäuren zueinander müssen beileibe nicht optimal sein. Die Versorgung mit gewissen omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA) ist nicht ausreichend, da sie zwar im Körper gebildet werden können, aber nur im geringen Umfang. Ihre externe Zuführ ist wünschenswert. Diese Fettsäuren spielen als Bestandteil von Membranen eine große Rolle (insbesondere die Docosahexaensäure, DHA) bzw. dienen als Ausgangssubstanz für die großen Familien der Docosanoide/Eicosanoide, die wichtige regulatorische Rollen z.B. im Immunsystem, für die Blutgerinnung etc. spielen. Die aus den omega-3-Fettsäuren hervorgehenden Derivate nehmen im gewissen Umfang etwas wie eine Gegenspielerrolle zu den analogen Substanzen, die aus omega-6-Fettsäuren ("Schlüsselfettsäure" Arachidonsäure) abgeleitet werden, ein. Da die meisten Pflanzen einen hohen Anteil an omega-6-Fettsäuren enthalten, wird dieser Teil sagen wir mal "überbetont". An diese Stelle ist es wichtig zu erwähnen, daß man nicht sagen kann, omega-6-FA sind "böse"; sie sind essentiell und ohne sie geht nichts; es kommt aber auf ein ausgewogenes Verhältnis zw. den omega-6- und omega-3-Fettsäuren an. Ich hab gestern Abend noch ein bissel Literatur rausgesucht, die für diese Sachen lesenswert ist - leider nur wenig in Deutsch und halt Fachliteratur, sprich: schwere Kost für Außenstehende.

    J. R. Marszalek, H. F. Lodish: Docosahexaenoic acid, fatty acid-interacting proteins, and neuronal function: breastmilk and fish are good for you. Ann. Rev. Cell Dev. Biol. 21 (2005) 633-657 (ein umfangreiches Review, lesenswert)

    A. Hahn, A. Ströhl: Omega-3-Fettsäuren. Chem. Unser Zeit 38 (2004) 310-318 (der einzige deutsche Text, der leider alles nur kurz anreißt - gut für schnelle Information)

    C.R. Harper, T. A. Jacobson: Usefullness of omega-3-fatty acids and the prevention of coronary heart disease. A. J. Cardiol. 96 (2005) 1521-1529 (eher was für CHD-leidende)

    G. C. Burdge, P. C. Calder: Alpha-linolenic acid metabolism in adult humans: the effect of gender and age on conversation to longer-chain polyunsaturated fatty acids. Eur. J. Lipid Sci. Technol. 107 (2005) 426-439 (ein Paper zur Umwandlung von Alpha-Linolensäure zu EPA/DHA, welches die Frage aufwirft, ob letztere Fettsäuren essentiell sind)

    Muskiet et al.: Is docosahexaenoic acid (DHA) essential? Lessons from DHA status regulation, our ancient diet, epidemiology, and randomized controlled trials. J. Nutr. 134 (2004) 183-186 (diese Frage wird hier mit "ja" beantwortet).

    Soweit die Literatur zu Fettsäuren. Vielleicht, dachte ich mir, ist das endlich der Ansatz, etwas gegen die vermaledeiten Blutfettwerte zu unternehmen. Gut, das ist Teil eins, Teil zwei betrifft mein latentes Übergewicht. Ich brauchte eine passende Diät, die jegliches Fett nach meiner Couleur zuläßt. Diese Diät war in der Tat leicht zu finden und ging in Richtung low-carb. Nachdem mir diverse Diäten in ihrer Reinform nicht zusagten, hab ich mir halt selbst Regeln aufgestellt. Hier mein Manifest ;)

    Mein lieber nada:

    1.) Wichtigster Punkt: verändere die Zusammensetzung der Fette, die du zu dir nimmst: bringe den den Quotienten Omega6/Omega3 auf Werte kleiner 2 (kein Sonnenblumenöl, kein Distelöl etc., dafür Verwendung von Leinöl, zusätzliche Supplementierung mit Lachsölkapseln entsprechend 2-3 g EPA/DHA pro Tag, Brat- und Kochfette sind Olivenöl, Butter bzw. Palm-/Kokosfett ohne Anteile gehärteter Fette) - hinzu kommen 3 g konjugierte Linolsäure (allerdings mit fraglichem Nutzen; zumindest schadet es nicht, siehe nachfolgende Literatur);

    2.) Streiche alle möglichen Quellen von industriellen Transfettsäuren, brutzle deine Sachen nicht stundenlang in der Pfanne;

    3.) Streiche das Gros der verdaubaren Kohlenhydrate in deiner Ernährung (momentan verbleiben mir ~20 g);

    4.) Supplementiere diverse Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen (Wg. der erhöhten Zufuhr an hochungesättigten Fettsäuren insbesondere Vitamin E (meist schon in Lachsölkapseln) und Vitamin C, wer mag Ubichinon oder Liponsäure (macht immerhin den Geldbeutel schlanker ;)); daneben Magnesium, Zink, ... es ist sinnvoll, sich vorher und im Zuge der Diät einen Mineralstatus machen lassen und die Supplemente und eine Streichliste darauf ausrichten; Iod hab ich durch die Fische mehr als genug; auf Carotin/Vitamin A kann man getrost verzichten, die Ernährung liefert ausreichend); für die Supplementierung mit Carnitin gibt es für gesunde Nicht-Leistungssportler keinerlei Indikation. Dies und anderer überteuerter Unsinn kann in den Lagern der Versender vergammeln;

    5.) Trinke, trinke, trinke (Wasser, Tee, etwas Gemüsesaft, Tomatensaft, momentan ~5 l; Kaffee ist i.o., ich rechne ihn nur nicht dazu)!

    6.) Mit deinem Sättigungsgefühl ist was nicht mehr i.o., sonst hättest du keine Wampe. Iß, bis dein Appetit zu verschwinden beginnt; das Sattsein kommt später, sicher!

    7.) iß alles, wonach dir ist (unter Einhaltung von 3. und 6. ;)), jedoch vorzugsweise stärke/zuckerarmes Obst und Gemüse und fette Kaltwasserfische: Hering, Lachs, Makrele, Sardine, Sprotte... vorzugsweise frisch bzw. wässrig mariniert und nicht in Öl (gar noch Sonnenblumenöl...) eingelegt. Essenszeiten sind zw. 7.00 und 18.00 Uhr, Hauptmahlzeit ist das Frühstück. Appetit nach 18.00 Uhr wird abgeschafft, Heißhungerattacken werden vollständig ignoriert. Wenn du Fleisch ißt, nimm vorzugsweise solches von Lämmern oder Rindern, die vielleicht auch schon mal auf einer Weide standen. Schwein ist äks. Ganz ausfallen tun: durchgeleierte Fleischgeschichten, denen man nicht mehr ansieht, was drin ist: Mortadella, Lyoner, Wiener... Fällt das schwer? Hier meine Ekel-Phantasie zum Abgewöhnen dieser Spezialitäten: dieses Zeug besteht aus Hühnerkloaken und Schweineschamlippen (wahrscheinlich bin ich damit sogar ganz dicht an der Wahrheit dran);

    8.) Nüsse als Snacks sind OK, aber denk an den Fettsäurequotienten! Nuss der Wahl: die Walnuß; für andere Empfehlungen bin ich offen;

    9.) last but not least: Beweg deinen faulen Arsch!

    Die tägliche Kalorienaufnahme beträgt im moment irgendwas knapp über 1000 kcal - ich weiss es nicht genau, ich zähl sie nicht. Noch die besagte Literatur zum Thema konjugierte Linolsäure, deren Wirkungen im Menschen nur schwach belegt bzw. viel um-/bestritten sind:

    A. H. M. Terpstra: Effect of conjugated linoleic acid on body composition and plasma lipids in humans: an overview of the literature. A. J. Clin. Nutr. 79 (2004) 356-361 (recht Umfassende Review)

    J.-M. Gaullier et al.: Supplementation with conjugated linoleic acid for 24 months is well tolerated by and reduces body fat mass in healthy, overweight humans. J. Nutr. 135 (2005) 778-784.

    Ich hoffe, ich konnte die Neugier befriedigen. Nicht vergessen: dass da oben ist für mich ausgelegt, der ich die Gewichtsabnahme nur als Nebenprodukt "inkaufnehme" ;) (trotzdem ich sie derzeit forciere) und der ich zuforderst eine "Normalisierung" meiner Blutfettwerte anstrebe. In diesem Sinne sind die täglichen zugeführten Mengen an EPA/DHA sehr hoch - dafür kann ich explizit keine Empfehlung ausprechen. Solcherlei Ding muß man mit dem Arzt abklären, zumal nicht nur Blutfettwerte beeinflußt werden. Z.B. wird besteht ein starker Einfluß auf die Blutgerinnung; für Leute, die, aus welchen Gründen auch immer, Antikoagulatien einnehmen, wird deren Wirkung verstärkt mit dem Risiko innerer Blutungen. Das Konzept kann ich weder empfehlen noch vorschlagen!

    Warum ich das meine "Grönland"-Diät getauft habe, liegt weniger am vielen Fisch (pro Woche sind das bei mir so anderthalb Kilo Fisch, mindestens einmal am Tag gibts welchen), sondern am besagten Quotienten, der im Schnitt bei Grönländern kleiner 1 ist - und einhergeht mit einer superb geringen Inzidenz an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    lg nada

    Natürlich, für mein Geschreibsel mach ich keine Urheberechte geltend ;). Speziell an deine Mutter: Nicht terrorisieren lassen! Eine Ernährungsumstellung ist ok, ein bewußteres Leben kann keinesfalls schaden, aber wenn man durch irgendwelche Diagnosen die Lust am Leben beginnt zu verlieren, läuft etwas falsch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. März 2006
  14. kidimisa

    kidimisa Hausmeisterin Moderator

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    Hallo nada,

    Du hast Dich ja enorm mit der Materie auseinander gesetzt.
    Leider kann ich keine englische Fachpresse lesen. :-( Ich würde
    doch so gerne wissen was da steht...
    Deine Ausführungen bestätigen das, was vereinzelt hier im Forum auch
    schon als wichtig betont wurde. Du hast es konsequent umgesetzt, RESPEKT!

    Hast Du bei Deiner Aufzählung der "guten" Fette und Öle nicht das Rapsöl vergessen??? Es heißt doch immer, dass in Rapsöl neben Leinöl, das beste Verhältnis von Omega 3 und 6 Fettsäuren enthalten wäre??
     
  15. nada

    nada Neuling

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    Rapsöl ist i.o., ich nehm aber lieber Leinöl, dessen Geschmack ich mittlererweile mag. Außerdem geht es bei mir besser in die Bilanzierung ein, da ich nach wie vor ziemlich viel Soja-Produkte zu mir nehme und somit den Quotienten durch das Leinöl besser drücke.
     
  16. Dumone

    Dumone Neuling

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    Hallo erstmal bin ganz neu hier und hätte auch schon ein paar fragen.ich lebe seit 2einhalb monaten nach den atkins buch und habe die erste zeit auch 7,5 kg verlohren aber seit ca 3 wochen passiert garnichtsmehr obwohl ich nichts falsches esse ( glaube ich zumindest)
     
  17. Dallas

    Dallas Motivationsvorturnerin Moderator

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    Hallo Simone,

    erstmal herzlich willkommen!

    Am besten machst du bei Fragen einen neuen Thread in der Rubrik "Ich bin neu und hab schon Fragen.." auf. Hier geht sowas schnell unter.

    Wenn es bei dir nicht so richtig läuft, ist wahrscheinlich ein Fehler drin. Am besten schreibst du auch dazu was und wieviel du in den letzten Tagen gegessen und getrunken hast.
     
  18. PerditaX

    PerditaX Bibliothekarin Moderator

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    :lachtot: Tofu zu Weihnachten ist aber auch die Höchststrafe. Gänseschmalz ist übrigens das gesündeste tierische Fett.

    Warum das denn?

    Das is nun nicht gerade viel, aber da du dich bewegst, wird dein Stoffwechsel schon nicht zu weit runterfahren (Jojo).

    Grüße
    Perdita
     
  19. nada

    nada Neuling

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    Schweinefleisch schmeckt ziemlich regelmäßig nach Schweinestall; die Qualitäten sind aber auch sonst nur wenig hervorhebenswert, ausgenommen manche Produkte, zb. Parmaschinken oder div. Salami. Ansonsten mag ich es nur noch roh & kräftig gewürzt als Hackfleisch und auch nur vom Fleischer meines Vertrauens.
     
  20. Stef

    Stef Aktives Mitglied

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    Och,aber so ein Schweinefilet ist doch auch was feines!
    Meins schmeckt nie nach Stall!
     
  21. PerditaX

    PerditaX Bibliothekarin Moderator

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    Ja, das kenn ich von Schwein aus dem Supermarkt und auch von diversen Fleischern.
    Kann jedem nur empfehlen nach Direktvermarktern zu suchen, z.B. auf Wochenmärkten oder auch bei Landfleischereien. Lohnt sich. Ich kauf mein Schwein von 2 Erzeugern die ihre eigenen Schweine halten, schlachten und verkaufen. Das Fleisch ist ganz anders und riecht überhaupt nicht und von Schweinestall keine Spur!!!
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. April 2006
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