Langzeitfolgen von Anorexie und Bulimie

Dieses Thema im Forum "Erfahrungen" wurde erstellt von Infoman, 6. Dezember 2004.

  1. Infoman

    Infoman Mitglied

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    167
    Wenn sie an einer Essstörungen wie Anorexia Nervosa, Bulimia oder einer anderen Form leiden ist dies nicht nur für sich allein gesehen ein Problem, sondern kann auch die Ursache für eine Reihe von medizinischen Komplikationen sein, die die Gesamtproblematik verschlimmern und langfristig zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen.

    Die häufigsten medizinischen Komplikationen von Essstörungen sind im wesentlichen auf die schwerwiegenden Schäden des Organismus durch strikte Diät, einem Protein- und Kalorienmangel und dem Gewichtsverlust bedingt. Erbrechen oder Abführen sowie andere Massnahmen zur übermässigen Gewichtskontrolle wie Missbrauch von Laxantien oder Diuretika können weitere Komplikationen verursachen. Laxantienabusus / Missbrauch von Abführmitteln
    Aber auch ein zu starker Gewichtsanstieg einer Adipositas kann medizinische Probleme verursachen.

    Um schonungslos ehrlich zu sein ist die schlimmste Komplikation ganz klar der Tod ! Nach Verlaufsuntersuchungen in mehreren Ländern wurden Mortalitätsraten zwischen 4 und 18 Prozent bei der Anorexia Nervosa ermittelt! Dieses Risiko an den Folgen der Essstörung zu sterben entspricht damit dem von Drogenabhängigen.

    Der Tod durch eine Anorexia Nervosa wird meist durch Herz-, Lungen- oder Nierenversagen durch die schwerwiegende Mangelernährung versursacht. Es kann aber auch Zusammenhänge zu selbst-schädigendem Verhalten geben, dass bei etwa 20% der Patienten besteht.

    Andere klassische Komplikationen der Mangelernährung sind : Ammenorrhoe(Störungen des Menstruationscyclus) Menstruation und Essstörungen, Anaemie (Verminderung der roten Blutzellen), Osteoporose (Ausduennung und Abnahme der Knochenmasse und Zunahme von Knochenbruechen) , Muskelschwaeche, Schlafstörungen, Haarverlust, Zunahme von Koerperbehaargung (Laguno), Hautveraenderungen.

    Besteht zusaetzliches Erbrechen koennen eine Magengastritis und dauerhafte Schaedigungen von Zaehnen und ein schmerzhaftes Anschwellen der Speicheldruesen sowie eine subakute Form der Laryngitis mit dauerhafter Schaedigung der Stimmbaender resultieren.

    Diuretika (Wassertabletten) können bei missbräuchlicher Anwendung langfristig eine Nierenschädigung, Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt, Abnahme des arteriellen Drucks und ein erhöhtes Risiko an Herz-Kreislaufversagen bedingen.
    Laxantienabusus (Abführmittel) können eine chronische Entzüdungsreaktion im Darm hervorrufen und mit der Zeit die Darmmotorik zerstören und so zu dauerhafter Verstopfung (Obstipation) beitragen.

    Wenn ein/e Patient/in mit einer Ess-Störung bei sich eine dieser Komplikationen bereits feststellt, sollte sie bzw. er unbedingt medizinische Beratung und Hilfestellung aufsuchen und eine notwendige Therapie beginnen!
     
  2. Toddy

    Marianne Stamm-Mitglied

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  3. Infoman

    Infoman Mitglied

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    Essstörungen können sowohl körperliche wie seelische Beschwerden und Folgen auslösen auch wenn sich z.B. magersüchtige Patientinnen vielleicht zunächst durchaus wohl fühlen können und meinen, alles "im Griff" zu haben.
    Die psychischen Auswirkungen können die Lebensqualität ganz nachhaltig verschlechtern. Typische sind langfristig Minderwertigkeitsgefühle und niedriges Selbstwertgefühl, Probleme im sozialen Umgang mit anderen Menschen (z.B. totaler Rückzug) oder aber die Unfähigkeit weiter eine Schulausbildung oder Berufstätigkeit auszuüben.

    Körperliche Folgen einer Magersucht können sehr vielfältig sein. U.a. treten Verdauungsbeschwerden (z.B. Verstopfung), erhöhte Neigung zu Entzündungen, Magenbeschwerden, niedriger Puls und Herzschädigungen, Nierenprobleme bis hin zum Nierenversagen, Blutarmut oder aber Veränderungen der Knochenstruktur auf.

    Selbst-induziertes Erbrechen bei bulimischen störtungen kann u.a. Zahnschäden und Störungen des Mineralstoffwechsels auslösen. Bekannt sind auch Vergrösserungen der Speicheldrüsen. Der häufige Missbrauch von Abführmitteln (Laxantien) beeinflusst auch dauerhaft die Magen-Darm-Funktionen u.a. mit einer dauerhaften (scheinbar paradoxen) Verstopfung. Magengeschwüre oder chronische Entzündungen (Gastritis) sowie gefährliche Herz-Rhythmussstörungen gehören eher zu den selteneren Langzeitfolgen.

    Essstörungen können einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen.
    Einige Patientinnen können eine vollständige Rückbildung im Sinne einer "Heilung" verzeichnen aber bei vielen ist mit wiederholten Rückfällen in alte Gewohnheiten zu rechnen. Anorexie (Magersucht) und Bulimie sind oft chronische Erkrankungen, die nicht von selbst ausheilen sondern eine qualifizierte Behandlung und harte Arbeit von Seiten der Betroffenen selber erfordern.
     
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