Guten Morgen Sternchen und alle anderen, die dieses Thema interessiert,
zu deinen Fragen, habe ich einige Antworten im Kopf. Jedoch habe ich jetzt keine Quellenangaben zur Hand, weil ich es irgendwann mal gelesen habe und ich im Moment nicht nachvollziehen kann, wo das war. Ich werde mal laienhaft erklÀren, wie ich die ZusammenhÀnge verstanden habe.
Das ist ja alles recht interessant, aber leider verrÀt uns auch Herr Stocker nicht, WIESO man Fett in unbegrenzter Menge essen darf.... Macht es trotzdem nicht dick, wenn ich, sagen wir, 2500kcal aus reinem Fett am Tag esse (mal angenommen das wÀre machbar)?? Und wenn nein: Warum nicht?
Wie Ute auch schon schrieb, ist das Hormon Insulin erforderlich, um ĂŒberhaupt Fett einlagern zu können, weil Insulin den SchlĂŒssel hat, das Fettdepot aufzusperren. Ohne Insulin kann folglich keine Zunahme erfolgen. Aber Achtung, es reichen auch geringe Mengen Insulin aus und die kommen bereits auch durch erlaubte Lebensmittel ins Blut, denn wir leben ja schliesslich keine No Carb ErnĂ€hrung. Wichtig ist also, dass die Energiebilanz negativ ausfĂ€llt und das tut sie i.d.R. von selbst, weil Fett so sehr sĂ€ttigt und man sich an fett nicht "ĂŒberfressen" kann, wie z.B. an KH.
Was passiert mit Fett, das "ĂŒbrig" ist, also nicht unmittelbar zur Energiegewinnung herangezogen wird? Wird es nicht eingelagert, und wenn nein warum nicht...?? Sollte es nicht gerade dadurch, dass es so leicht zur Energiegewinnung genutzt werden kann (viel leichter ja als EW) gespeichert werden, um die VorrĂ€te aufzustocken?
Ich vermute, mit dem Fett, das ĂŒbrig bleibt, verhĂ€lt es sich Ă€hnlich, wie mit den Ketonkörpern, die zuviel sind, es wird einfach ausgeschieden. Unser Körper nimmt niemals die Energie aller Lebensmittel auf, die wir im zufĂŒgen, ein Teil fĂ€llt immer hinten runter.
Ketonkörper haben einen niedrigen PH-Wert und sind daher sauer. Falls einmal zu viele Ketonkörper im Blut sein sollten, steigt dadurch der Blutzuckerspiegel und der Körper hat einen Regulationsmechanismus, der dann Insulin aktiviert, um das wieder abbauen zu können. In dem Augenblick zieht sich dann das Glucagon zurĂŒck und Insulin sperrt dann auch wieder die Fettzellen auf. Das kann dann vielleicht ein Grund sein, dass man bei einer positiven Energiebilanz, dann trotz des vielen Fettkonsums, doch zu- statt abnimmt.
EW kann der Körper gar nicht speichern, daher kann ein zuviel davon auch ungesund fĂŒr uns werden. Der Körper muss das ĂŒberschĂŒssige EW abbauen und ausscheiden, was z.B. zu ĂbersĂ€uerung und Gicht fĂŒhren kann. Wobei das Thema Gicht dann scheinbar eher in Verbindung mit zusĂ€tzlich hohem KH-Konsum zu sehen ist.
Wenn wir uns im Fettstoffwechsel befinden, sind FettsĂ€uren unsere Energiequelle und dienen in dem Augenblick nicht der Einlagerung. Wenn wir zu wenig Zucker im Blut haben, wird das BauchspeicheldrĂŒsenhormon Glucagon aktiv, der Gegenspieler des Insulins. Es kann immer nur eines der beiden Hormone aktiv sein, niemals beide gleichzeitig.
Wenn keine Kohlehydrate mehr aufgenommen werden, sinkt daher auch der Blutzucker.
Glucagon hat als Gegenspieler die Aufgabe, den Blutzucker wieder zu erhöhen, wenn er unter einen kritischen Wert fĂ€llt. In der Ketose ist Glucagon das aktivere Hormon. Es aktiviert bestimmte Enzyme, die die Lipolyse (Fettverbrennung) in der Zelle veranlassen. So entstehen FettsĂ€uren, aus denen Ketonkörper gebildet werden, die dem Körper statt des Glycogens zur VerfĂŒgen stehen. Mit anderen Worten: Der Körper macht sich seine Kohlehydrate selbst!
Auch wenn Glucagon das Gegenhormon des anabolen Insulins ist, hat es keine katabolen Eigenschaften. Es hat vielmehr eine Schutzfunktion und greift die Fettzellen und nicht die Muskelzellen an.
Dieses Zitat stammt von einem sehr interessanten Bericht, den Yves mal gepostet hat. Genaueres könnt ihr auch
hier nachlesen.
Falls ich etwas falsch verstanden habe und es deshalb hier nicht korrekt wiedergegeben haben sollte, bitte ich drum mich darauf hinzuweisen, denn ich bin sehr daran interessiert, diese ZusammenhÀnge richtig zu verstehen.